Octocrylen

10. März 2015


Sonnenschutzmittel sind - wie alle kosmetischen Produkte - den umfangreichen Regelungen der schweizerischen und europäischen Kosmetik-Gesetzgebung unterstellt. Die Einhaltung der strengen Vorschriften wird durch die kantonalen Überwachungsbehörden intensiv kontrolliert. So kann gewährleistet werden, dass kosmetische Produkte für die Konsumenten sicher und gesundheitlich unbedenklich sind.

Octocrylen ist ein von der Schweizerischen Kosmetikverordnung VKos und auch von der EU Kosmetikverordnung zugelassener UV-Filter, der die Risiken einer Exposition gegenüber UV-Strahlung wirkungsvoll reduziert.

Deshalb wird Octocrylen in Formulierungen für Sonnenschutzmittel häufig eingesetzt. Er bietet einen sehr effizienten Schutz und begünstigt auch die Lichtstabilität von Avobenzon (INCI Name: Butyl Methoxydibenzoylmethan), einem UVA-Filter gegen die langwellige Strahlung. Kaum ein anderer Filter ist dermassen effizient und hat dieselben Eigenschaften. Bei der Diskussion über Octocrylen muss man sich stets bewusst sein, dass dieser UV-Filter enorme Vorteile für den Schutz vor unerwünschten Wirkungen gegen UV-Strahlung bietet.

Es gibt keine fundierte wissenschaftliche Studie, welche beweist, dass Octocrylen ein Risiko für Licht-Allergien bildet, obwohl entsprechende Fälle gemeldet wurden. Nachweisliche allergische Reaktionen sind – gemessen an der breiten Verwendung von Octocrylen – sehr selten. Gerade dieser Punkt wird bei der Sicherheitsbewertung der UV-Filter besonders genau angeschaut: In der EU unterzieht der wissenschaftliche Beirat der EU Kommission SCCS die UV-Filter einer sehr strengen Beurteilung bezüglich ihrer Unbedenklichkeit, unter besonderer Berücksichtigung von Studien über mögliche Sensibilisierung oder Lichtsensibilisierung. Octocrylen ist deshalb im Anhang VI der EU Kosmetikverordnung der Positivliste der zugelassenen UV Filter sowie auch im Anhang 3 der VKos aufgeführt.

Es gab einzelne Hinweise auf Allergien bei Kindern im Zusammenhang mit einer hohen Konzentration von Octocrylen. Dennoch sind Fälle von Allergien – gemessen an der häufigen Verwendung in Sonnenschutzmitteln – äusserst selten.

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