Schweizerischer Kosmetik- und Waschmittelverband

A.I.S.E. COLIPA

Nachhaltigkeit



Kosmetika

Der Markt für Kosmetik- und Pflegeprodukte boomt. Cremes, Lotionen, Peelings, Düfte, Pflegemasken und Haarkuren sollen uns zu mehr Attraktivität, einem jüngeren Aussehen, zu gesunder, glatter Haut verhelfen.

 

Kosmetikprodukte nach Pflege- und Schutzfunktion auswählen

Kosmetikprodukte sollten je nach Hauttyp ausgewählt und dosiert werden. Wenn Sie sich einmal in Ruhe damit auseinandersetzen, vermeiden Sie Fehlkäufe. Und wenn Sie ganz sichergehen wollen, die richtigen Pflegemittel zu verwenden, lassen Sie sich professionell beraten.

 

Bewusst dosieren – je nach Funktion

Kosmetische Mittel haben unterschiedliche Funktionen. Sie sollen unsere Haut, unsere Haare und unsere Zähne reinigen, schützen, pflegen, ihren Duft und ihr Aussehen verändern. Kosmetikprodukte tragen jedoch nicht nur zu unserer Schönheit bei. Sie können auch Hautreizungen hervorrufen, und manche Inhaltsstoffe sind schlecht oder überhaupt nicht biologisch abbaubar. Überdenken Sie die Funktion und die Menge der Kosmetika, die Sie selbst verwenden. Bei dekorativer Kosmetik wie z. B. Lippenstiften, Wimperntusche oder Lidschatten kann weniger oft mehr sein.
Im Vergleich dazu ist Sparsamkeit bei Produkten, die eine Schutzfunktion erfüllen, wie z. B. Sonnencreme, nicht ratsam. Tragen Sie Sonnencreme rechtzeitig auf und nehmen Sie genügend Creme, um sie gleichmässig auf alle Stellen zu verteilen, die nicht durch Kleidung vor der UV-Strahlung geschützt sind. Die Mittagssonne sollten Sie generell meiden.
Beachten Sie auch die Packungsgrösse. Kaufen Sie nur Produkte, von denen Sie wissen, dass Sie sie aufbrauchen können, bevor die Haltbarkeit abgelaufen ist. Unangenehmer Geruch, Verfärbung oder eine Veränderung der Konsistenz können Zeichen dafür sein, dass ein Kosmetikprodukt verdorben ist. Die Packungsgrösse ist auch ausschlaggebend für die Abfallmenge, die bei der Verwendung von Körperpflegemitteln entsteht. Viele kleine Verpackungen verursachen mehr Abfall als eine größere.

 

Inhaltsstoffe

Rund 8000 natürliche und synthetische Substanzen werden derzeit zur Herstellung von Kosmetikprodukten verwendet. Einige dieser Inhaltsstoffe können Allergien auslösen. Die Anfälligkeit für Allergien hängt vom eigenen Hauttyp ab. Vor allem Menschen, die eine emp-findliche Haut haben, sollten neue Kosmetikprodukte auf einer kleinen Hautfläche ausprobieren, bevor sie sie das erste Mal grossflächig anwenden. 


Wichtige Labels und Produktkennzeichen im Bereich Kosmetika

 

Beim Kauf von Kosmetikprodukten geben Ihnen die folgenden Labels und Produkt-kennzeichen Hinweise auf Produkte, die nach Kriterien der Naturkosmetik hergestellt sind.


BDIH Kontrollierte Naturkosmetik

Das Siegel für Kontrollierte Natur-Kosmetik des Bundesverbands Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) wird für Naturkosmetik-Produkte von Mitgliedsunternehmen des BDIH vergeben. Die ausgezeichneten Produkte sind ohne synthetische Farb-, Duft- und naturfremde Konservierungsstoffe hergestellt. Pflanzliche Rohstoffe sollen, soweit möglich, aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) stammen. Die Vergabekriterien können Sie im Internet nachlesen, nähere Informationen zum Vergabe- und Kontrollprozess sind nicht ver-öffentlicht. www.kontrollierte-naturkosmetik.de


NaTrue

Das NaTrue-Label kennzeichnet Naturkosmetik-Produkte und wird in drei Stufen vergeben. Ein Stern steht für Naturkosmetik, zwei Sterne stehen für Naturkosmetik mit Bio-Anteil und drei Sterne kennzeichnen reine Bio-kosmetik-Produkte. Nur Inhaltsstoffe aus natürlichen, naturidentischen und naturnahen Rohstoffen sind erlaubt. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Stellen. www.natrue-label.de


Quelle: Rat für NACHHALTIGE Entwicklung / Der Nachhaltige Warenkorb. Einfach besser Einkaufen / 3. komplett überarbeitete Auflage / S. 31-33 www.nachhaltier-warenkorb.de


Waschen und Reinigen

Wer Wasch-, Spül- und Reinigungsmittel schonend verwendet und Haushaltsgeräte zweck-mässig einsetzt, spart Energie, Chemikalien und Wasser und entlastet damit die Umwelt und den Geldbeutel. Es lohnt sich auch finanziell, die eigenen Gewohnheiten beim Waschen und Reinigen in einigen Punkten zu überdenken und zu verändern:

  • Programm- und Temperaturwahl bei Wasch- und Spülmaschine,
  • Auswahl und Dosierung von Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln,
  • Anwendung einfacher Haushaltstipps.

 

Energiesparend waschen, trocknen und spülen

Wählen Sie eine möglichst geringe Waschtemperatur. Schon eine regelmässige Tem-peraturreduzierung um eine Stufe, z. B. von 60 auf 40° C, spart nicht nur Geld, sondern auch bis zu 33 kg CO2 im Jahr in einem 2-Personen-Haushalt. Eine Maximaltemperatur von 60° C ist ausreichend. Eine Vorwäsche ist in der Regel nicht erforderlich. Wenn niemand im Haushalt an einer ansteckenden Erkrankung leidet, wird normal verschmutzte Wäsche schon bei 20 bis 40° C sauber. Mehr hygienische Reinheit, z. B. bei Baby-Wäsche, lässt sich mit 60° C erzielen. Um eine übermässige Keimbildung in der Waschmaschine zu verhindern, ist es sinnvoll, mindestens einmal im Monat bei 60° C zu waschen.

Weitere Energiespareffekte erreichen Sie, wenn Sie die Sparprogramme Ihrer Maschine konsequent nutzen. Starten Sie einen Waschgang nur dann, wenn die Maschine voll beladen ist. Ausnahme: Feinwäsche oder empfindliche Textilien wie Wolle oder Seide sollten Sie bei geringerer Beladung waschen. Wenn möglich, trocknen Sie Ihre Wäsche auf der Leine an der frischen Luft oder auf dem Wäscheständer in einem unbeheizten Raum. Für das Trocknen im Wäschetrockner gilt: die Wäsche vorher mit mindestens 1400 Umdrehungen pro Minute schleudern. Dadurch reduzieren Sie den Energiebedarf beim Trocknen. Auch fürs Spülen in der Maschine gilt: Die Maschine sollte möglichst nur voll beladen eingeschaltet werden, und Spülprogramm und -temperatur sollten Sie nach Art des Geschirrs und Verschmutzungsgrad auswählen. Das Vorspülen per Hand ist nicht notwendig. Entfernen Sie nur die groben Speisereste, bevor Sie das Geschirr in die Maschine stellen.

 

Wasch- und Reinigungsmittel – wie viel ist genug?

Baukastensysteme sind eine sinnvolle Alternative zu bereits gemischten Waschmitteln, da man die einzelnen Bestandteile (Basiswasch-mittel, Bleichmittel und Wasserenthärter) nach Bedarf kombinieren und dosieren kann. Baukastensysteme und superkompakte Farbwasch-mittel haben die beste Ökobilanz. Flüssigwaschmittel schneiden dagegen schlechter ab.

Benutzen Sie anstelle der großen Waschmittelpakete (Kompaktwaschmittel) die sogenannten Superkompaktate, möglichst im Nachfüllpack. Diese bieten viele Vorteile: sparsamere Dosierung, weniger Abwasserbelastung, weniger Platz, leichterer Transport und weniger Verpack-ungsmaterial. Beide Arten von Waschpulver bieten die gleiche Waschleistung. Da sie jedoch unterschiedlich konzentriert sind, müssen sie auch unterschiedlich dosiert werden. Die richtige Dosierung des Waschmittels hängt vom Verschmutzungsgrad der Wäsche und vom Härte-grad des Wassers ab, den Sie bei Ihrem Wasserwerk erfragen können. Achten Sie auf die Angaben zur Dosierung auf der Verpackung.

 

Einfache Haushaltstipps

  • Nicht jedes Kleidungsstück muss nach einmaligem Tragen gewaschen werden. Häufig genügt es, die Kleidung auszulüften oder abzubürsten.
  • Zur Vermeidung von Keimübertragung verwenden Sie getrennte Reinigungstextilien für die unterschiedlichen Bereiche in Küche und Bad.
  • Zur Minimalausstattung an Reinigungsmitteln gehören Geschirrspülmittel, Allzweckreini-ger, Scheuermilch, WC- und Badreiniger. Abhängig von der Verschmutzungsart und den Oberflächen im Haushalt können weitere Reinigungs- und Pflegemittel sinnvoll sein. Desinfektionsmittel sind für die Reinigung im Haushalt nicht notwendig.

  • Hängen Sie Geschirrtücher luftig auf, damit sie schnell trocknen.

  • Auch Omas Geheimrezepte und -tipps helfen in Bad und WC. Kalkverschmutzungen entfernen Sie wirksam mit Zitronensäure, Essigessenz und Milchsäure, die entsteht, wenn die Milch sauer wird.

 


Wichtige Labels und Produktkennzeichen im Bereich Waschen und Reinigen

Beim Waschen, Spülen und Reinigen kommt es vor allem auf die Dosierung des jeweiligen Mittels und auf das individuelle Verhalten an. Weitere Anhaltspunkte geben Ihnen die folgenden Labels und Produktkennzeichen.


Europäisches Umweltzeichen

Einige Allzweckreiniger, Hand- und Maschinengeschirrspülmittel, Seifen und Waschmittel mit einer geringen Umweltbelastung sind mit dem Europäischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Mehr Informationen finden Sie unter dem folgenden Link:

http://ec.europa.eu/environment/ecolabel/index_en.htm


Charter Nachhaltiges Waschen und Reinigen

Mit dem Charter-Logo ausgezeichnete Wasch- und Reinigungsmittel werden von Unternehmen auf den Markt gebracht, die sich verpflichtet haben, den gesamten Lebenszyklus der von ihnen hergestellten Produkte überprüfbar am Ziel der Nachhaltigkeit auszurichten – vom Rohstoffeinkauf über die Produktion bis hin zur Verwendung und Entsorgung durch die Verbraucher. Die ökologischen Kriterien beziehen alle Phasen der Wertschöpfungskette ein. Eine Weiterentwick-lungsmöglichkeit für das Siegel besteht darin, die Kriterien auf ein strengeres Niveau anzuheben.

 Weitere Informationen / www.sustainable-cleaning.com

 


Der Blaue Engel

Der Blaue Engel kennzeichnet Reinigungsdienstleistungen (Nass-reinigung und Kohlendioxidreinigung), die besonders umweltfreundlich sind. Nähere Informationen zum Blauen Engel finden hier:

 http://www.blauer-engel.de/


Quelle: Rat für NACHHALTIGE Entwicklung / Der Nachhaltige Warenkorb. Einfach besser Einkaufen / 3. komplett überarbeitete Auflage / S. 28-30 www.nachhaltier-warenkorb.de