Sonnenschutz? Sonnenklar!
Das Thema Sonnenschutz ist heute aktueller denn je: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass ein Übermass an ultravioletter Strahlung – nicht nur UV-B, sondern auch UV-A – die Haut nachhaltig schädigt. Es kann zu Sonnenbrand, Sonnenallergie, Hautalterung oder gar Hautkrebs führen. Deshalb gilt, sich konsequent vor den UV-Strahlen zu schützen. Und zwar nicht nur in den Ferien, sondern auch in alltäglichen Situationen wie beim Sport, bei der Arbeit, beim Besuch eines Strassenkaffees oder im Schwimmbad. Viele Personen gehen leider immer noch zu leichtfertig mit den Gefahren der Sonne um.
Auf die Dosis kommt es an
Die Sonne hat zahlreiche positive Wirkungen auf unseren Körper. Ultraviolette Strahlen des Sonnenlichts aktivieren die Atmung, regen Durchblutung, Stoffwechsel und Drüsentätigkeit an und stimulieren die Abwehrkräfte des Körpers gegen Infektionen. Blutdruck und Cholesterinspiegel werden gesenkt. Mit Hilfe der UV-B-Strahlung des Sonnenlichts wird ausserdem Vitamin D gebildet. Auch die Seele kommt bei der Sonne nicht zu kurz: Vermehrte Hormonausschüttungen sorgen für gute Laune, entspannen uns und fördern die Lebensfreude.
Allerdings gibt es beim Sonnengenuss einige Regeln zu beachten, damit aus "Sonnenfreud" nicht "Sonnenleid" wird.
Tipps für den optimalen Schutz
- Meiden Sie die Mittagssonne
- Schützen Sie Ihre Haut durch Kleidung, Ihren Kopf durch einen Sonnenhut
- Schützen Sie Ihre Augen - tragen Sie eine Sonnenbrille
- Halten Sie sich bei starker Sonnenstrahlung bevorzugt im Schatten auf
- Schützen Sie die nicht durch Kleidung bedeckten Hautpartien mit geeigneten Sonnenschutzmitteln
- Denken Sie daran, die Sonnencreme rechtzeitig aufzutragen
- Besonders lichtempfindliche Stellen wie Ohren, Nacken, Dekolleté etc. nicht vergessen
- Regelmässig nachcremen
Vollständigen Schutz gibt es leider nicht! Auch Sonnenschutzmittel mit sehr hohen LSF-Werten können die UV-Strahlen nicht völlig abwehren. Eine gewisse Menge UV-Licht erreicht die Haut immer.
Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige für mich?
Welcher Lichtschutzfaktor wann erfoderlich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Hauttyp: Je nach Hauttyp wird ein anderer Schutzfaktor benötigt.
Bestimmen Sie hier Ihren Hauttyp und erfahren Sie, wie Sie sich richtig schützen.
- Intensität der Sonneneinstrahlung: Je näher Sie am Äquator sind, desto intensiver ist die UV-Strahlung. Dies gilt auch für das Gebirge und das Meer. Sie benötigen in diesen Gebieten einen höheren Lichtschutzfaktor. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung überall am stärksten. In dieser Zeit sollten Sie sich im Schatten aufhalten.
Rufen Sie hier die tagesaktuelle Lichtschutzfaktorempfehlung ab
- Aktivität: Starkes Schwitzen beim Sport schwächt die Wirkung von Sonnenschutzmittel ebenso wie Baden oder Duschen. Deshalb sollten Sie bei allen sportlichen Aktivitäten immer einen hohen Lichtschutzfaktor und idealerweise wasserfeste Produkte verwenden und Nachcremen nicht vergessen!
Die Haut vergisst nicht
Je öfter die Haut grossen Strahlenmengen ausgesetzt wird, umso schneller altert sie. Die Haut sammelt sozusagen die Strahlungsschäden und häuft sie im Laufe der Zeit an. Ein einmal sichtbarer Schaden ist kaum wieder rückgängig zu machen. Deutlich wird das beispielsweise an Hautveränderungen wie Seemannshaut bzw. Landmannshaut, die bei Menschen mit bestimmten Berufen – Seeleute, Bergsteiger, Skilehrer, Landarbeiter – häufiger anzutreffen sind. Betrachtet man im Vergleich dazu beispielsweise die Haut an der Stirn einer gleichaltrigen Nonne, die ein Leben lang bedeckt und so vor UV Strahlen geschützt war, so finden sich hier kaum Hautveränderungen.
Ein Mensch, der dagegen das ganze Jahr über dunkelbraun ist, ist durch diese Gewöhnung zwar vor dem Sonnenbrand, nicht jedoch vor Spätfolgen wie z. B. der vorzeitigen Hautalterung geschützt. Im Gegenteil: Bei ihm steigt sogar das Krebsrisiko.