Schweizerischer Kosmetik- und Waschmittelverband

A.I.S.E. COLIPA

Glossar

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

A

Abl
Amtsblatt (EU)

 

Abwasserreinigung
Darunter versteht man das Reinigen der häuslichen und der industriellen Abwasser mit dem Ziel, diese wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückzuführen. In so genannten Abwasserreinigungsanlagen (ARA) durchläuft das Abwasser diverse Reinigungsstufen. Man unterscheidet im Wesentlichen die mechanische, biologische und die chemische Reinigung (Phosphatfällung).

 

Adsorbieren / Adsorption
Anlagerung von gelösten Stoffen oder Gasen an der  Oberfläche eines festen Stoffes

 

A.I.S.E.

International Association for Soaps, Detergents and Maintenance Products

 

ASA

Schweizerischer Aerosolverband


B

BAFU

Bundesamt für Umwelt

 

BAG

Bundesamt für Gesundheit

 

Bakterie
Einzelliges Kleinstlebewesen

 

Bauxit

Ausgangsmineral für die Zeolithherstellung

 

Belebtschlamm (Biomasse)

Schlamm in der Kläranlage, der sich aus einer Unzahl von Kleinstlebewesen zusammensetzt, vor allem Bakterien, aber auch Pilze und Einzeller

 

BGBI

Bundesgesetzblatt (D)

 

Biozide

Wirkstoffe, die schädliche oder lästige Tiere, Pflanzen oder Mikroorganismen (Bakterien) vernichten bzw. in ihrer Wirkung beeinträchtigen.

 

Bleichaktivator

Die Bleichleistung des Perborats bzw. Percarbonats wird durch den Bleichaktivator TAED verstärkt. Aus TEAD und Perborat bzw. Percarbonat entstehen in der Reinigerflotte organische Persäuren, die bereits bei tiefen Temperaturen eine hohe Bleichwirkung entwickeln.


C

CATP

Commitee of Adaption to Technical Progress

 

CEFIC

European Chemical Industry Council

 

CID

Comité International des Cosmétiques

 

CIR

Cosmetic Ingredient Review

 

CMR

Carcinogenic, mutagenic or toxic for reproduction (substance)

 

Citrat

Citrat ist ein wichtiger Bestandteil phosphatfreier, niederalkalischer Reiniger. Es komplexiert Calcium- und Magnesiumionen aus dem Wasser und aus den Speiseresten. Citrat übernimmt daher in den neuen Reinigern teilweise die Funktion der Phosphate.

 

CODE

Code of Good Environmental Practice for Household (Laundry) Detergents (AISE)

 

COLIPA

The European Cosmetics Association (Sitz Brüssel)

 

CTFA

Cosmetic, Toiletry and Fragrance Association (USA)

 

CSD

Comité Suisse des Dérives Tensio-Actifs


D

DOC

Dissolved Organic Carbon = gelöster organischer Kohlenstoff

 

DPD

Diethyl-p-phenylene diamine

 

DUCC

Downstream Users Chemicals Coordination Group (AISE Forum)


E

EAPCCT

European Ass. of Poison Centers and Clinical Toxicologists

 

ECR

Efficient Cosumer Response

 

ECVAM

Europäisches Zentrum zur Validierung alternativer Methoden (für Tierversuche)

 

EDI

Elektronischer Datenaustausch (bei ECR) zwecks «just in time»-Lieferungen von Konsumgütern

 

EFFA

European Flavour and Fragrance Association

 

EG-RL

EG-Richtlinie

 

EINECS

European Iventory of Existing Commercial Chemical Substances

 

ENGO

Umweltschutzorganisationen

 

Enzyme

Eiweisstoffe, die im Organismus als Katalysatoren an fast allen chemischen Umsetzungen, d.h. Stoffwechselvorgängen, beteiligt sind. Enzyme ermöglichen und beschleunigen eine Reaktion.

 

ERASM

Environmental Risk Assessment Steering Group (AISE)


Eutrophierung

Überdüngung von Gewässer


F

Faserschutzmittel (Phosphonate)

Stabilisatoren, die Schwermetallspuren aus dem Wäscheschmutz binden und sie in wässriger Lösung halten, um schädliche Einflüsse durch den Waschprozess zu verhindern.

 

FEA

Föderation Europäischer Aerosolverbände

 

FMCG

Fast moving consumer goods


G

GMP

Good Manufacturing Practice

 

Granulate

Grobkörniges Pulver
 

GREAT-ER

Geography-referenced Regional Exposure Assessment Tool for European Rivers


H

HERA

Human and Environmental Risk Assessment on ingredients of household cleaning products (AISE & CEFIC)

 

Hilfsstoffe

Hilfsstoffe wie z.B. Paraffinöl werden in geringen Mengen zur Verbesserung der Pulvereigenschaften und Staubbindung sowie zur Aktivchlorstabilisierung im Produkt verwendet. Lösungsvermittler wie Alkohole, Xylol- oder Cumolsulfonat sorgen dafür, dass sich die wässrigen Tensidmischungen nicht entmischen und auch unter Temperaturbelastung bis zu 60° C stabil bleiben. Konservierungsmittel wie Ascorbinsäure, Benzoesäure, wie sie auch für Lebensmittel zugelassen sind, schützen das Produkt während Gebrauch und Lagerung über längere Zeit vor einer Verkeimung durch Bakterien und Pilze. Durch Duftstoffe soll erreicht werden, dass nach dem Öffnen der Geschirrspülmaschine am Ende eines Spülprogramms ein angenehmer, frischer Duft wahrnehmbar wird.


I

IFRA

International Fragrance Association

 

ICC

International Chamber of Commerce

 

ICCA

Internationaler Chemieverband

 

IIP

Institutional and Industrial Products

 

IKW

Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V.

 

INCI

International of Nomenclature Cosmetic Ingredients

 

IPP

Integrated Product Policy (EC Green-Paper)

 

ISO

International Standardisation Organisation


K

Katalysator

Stoff, der durch seine Anwesenheit chemische Reaktionen herbeiführt oder in ihrem Ablauf beschleunigt, selbst aber unverändert bleibt.


Katalyse

Herbeiführung, Beschleunigung oder Verlangsamung einer Stoffumsetzung durch einen Katalysator.


L

LCLN

Liaison Committee in Labelling Nomenclature (COLIPA)

 

LMBG

Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (D)

 

LSF

Lichtschutzfaktor


M

Mikroorganismus

Sammelbezeichnung für Kleinstlebewesen (Mikroben), zu denen Bakterien, Viren, Pilze, Hefen, Algen, Protozen und Einzeller gehören. Sie sind mikroskopisch oder submikroskopisch klein und leben häufig in direkter Beziehung zu anderen Organismen. Über Zersetzungs- und Fäulnisvorgänge sind sie am Stoffkreislauf in der Natur beteiligt.

 

Mineralisation

Der vollständige Abbau organischer Verbindungen in Kohlendioxid, Wasser und Mineralien wird als Mineralisation bezeichnet.

 

Moleküle

Kleinste Einheit einer chemischen Verbindung, die noch die charakteristischen Eigenschaften dieser Verbindung aufweist.


N

NCI

National Cancer Institute (USA)

 

Neurodermitis

Die Neurodermitis ist eine chronische, schubweise verlaufende Hauterkrankung mit genetischem Hintergrund.

 

Nichtionische Tenside

Die nichtionischen Tenside wie z.B. Fettalkoholethoxylate bzw. Fettalkohol EO/PO Addukte sind die eigentlichen Wirkstoffe eines Klarspülers. Als oberflächenaktive Substanzen setzen sie die Oberflächenspannung des Wassers herab und ermöglichen dadurch eine gute Benetzung des gesamten Spülguts. Dadurch bildet das Klarspülwasser einen gleichmässig ablaufenden Film. Das Wasser läuft besser ab, so dass Geschirr und Besteck schneller trocknen und auch weniger Kalkflecken zurückbleiben.

 

NTA

Nitrilotriessigsäure und deren Salze


O

Organische Säuren

Durch den Zusatz organischer Säuren in Klarspülmitteln, im besonderen Zitronensäure, wird verhindert, dass es durch Resthärte im Wasser zu belagsartigen Ausfällungen auf dem Spülgut und auf den Maschinenbauteilen kommen kann. Die Zitronensäure neutralisiert alkalische Reinigerreste, die über die Laugenverschleppung der Maschine in den Klarspülgang gelangen könnten. Durch die Einstellung der Klarspülerlösung im schwach sauren Bereich bei pH 5 werden Korrosionen am Spülgut vermieden. Ausserdem hat Zitronensäure auch eine konservierende Wirkung.

 

OSEC

Schweizerische Zentrale für Handelsförderung, Zürich (Business Network Switzerland)

 

OSPAR

Convention for the Protection of the Marine Environment of the North East Atlantic


P

Paraffin

Kohlewasserstoff als Schaumbremse eingesetzt

 

Parfümöle

Parfümöle geben den Produkten einen angenehmen Duft und erhöhen hierdurch die Akzeptanz durch den Verbraucher. Mit Duftstoffen können die beim Spülen in heisser, alkalischer Spülflotte auftretenden unangenehmen Gerüche überdeckt werden.

 

PEG

Polyethylenglycole (Tensid, Emulgator)

 

Perborat / Percarbonat

An Stelle von Aktivchlor werden heute aktivsauerstoffhaltige Verbindungen eingesetzt. Dabei werden Perborat bzw. Percarbonat als Sauerstofflieferanten verwendet, die bleichbare Anschmutzungen, z.B. von Tee, Kaffee und Farbflecken aus Gemüse und Obst oxidieren.

 

Pigment

Farbstoff, in Form von Körnern in den Zellen der Haut eingelagert, der die Färbung des Gewebes bestimmt.

 

Phosphat

Trotz der Enthärtung des Wassers durch die Maschine werden Calcium- und Magnesiumionen in grossen Mengen durch die Speisereste eingetragen. Phosphate binden diese Härteionen. Ausserdem sorgen die Phosphate dafür, dass wasserunlösliche Schmutzanteile in der Spülflotte fein verteilt und in Schwebe gehalten werden.

 

Polycarboxylate, Phosphonate

Polycarboxylate sind polymere Verbindungen, die die Wirkung des Citrats unterstützen. Sie dispergieren wirksam schwerlösliche Salze und Schmutzpartikel aus den Speiseresten. Phosphonate regulieren das Kristallwachstum schwerlöslicher Salze aus Wasser und aus Speiseresten.


R

REACH

Registration Evaluation Authorization of Chemicals (Weissbuch der EC, Erfassung von 30’000 Chemikalien ab 1t p.a.)


S

SARTEX

Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Textilkennzeichnung

 

SCCNFP

Scientific Committee for Cosmetic Products and Non Food Products intended for Consumers (EU-Komm)

 

SEPAWA

Vereinigung der Seifen- Parfüm- und Waschmittelfachleute e.V.

 

SGCI

Schweizerische Gesellschaft für Chemische Industrie

 

SIDS

Screening Information Data Set

 

Silikate

Als alkalische Substanzen sorgen Silikate für eine hohe Alkalität der Reinigungsflotte. Erst durch diesen hohen pH-Wert können angetrocknete, hartnäckige, vor allem stärkehaltige und andere schwierig zu entfernende Speisereste ausreichend angequollen und angegriffen werden, was die grundsätzliche Voraussetzung für die restlose Entfernung ist. In niedrig-alkalischen Reinigern kommt das weniger alkalische Disilikat zum Einsatz.

 

Soda und Bicarbonat

Soda und Bicarbonat sind die Hauptalkaliquellen der niederalkalischen Reiniger. Sie sorgen dafür, dass Speiseresten quellen und dadurch besser vom Geschirr abgespült werden.

 

SPF

Sun Protection Factor


T

Tenside

Unter Tensiden (auch waschaktive Substanzen oder grenzflächenaktive Stoffe genannt) versteht man jene synthetische Verbindungen, deren wichtigste Aufgabe im Waschprozess es ist, die Oberflächenspannung des Wassers herabzusetzen, wodurch die Benetzbarkeit der Textilien erleichtert wird. Ferner lösen Tenside Schmutz ab und verhindern, dass dieser sich wieder festsetzen kann.

 

Totalabbau

Der vollständige Zerfall organischer Stoffe in Kohlendioxid, Wasser und Mineralien.

 

TSSW

Treuhandstelle der Schweizer Fabrikanten und Importeuren von Seifen und Waschmitteln


V

VOC

Volatile Organic Compounds (flüchtige organische Verbindungen)

 

VSLF

Verband Schweizerischer Lack- und Farbenfabrikanten, Zürich


W

Waschaktive Substanzen (WAS)

Unter waschaktiven Substanzen (auch Tenside, grenzflächenaktive Stoffe oder Syndets genannt) versteht man jene synthetischen Verbindungen, deren wichtigste Aufgabe im Waschprozess es ist, die Oberflächenspannung des Wassers herabzusetzen, wodurch die Benetzbarkeit der Textilien erleichtert wird. Ferner lösen die WAS Schmutz ab und verhindern, dass dieser sich wieder festsetzen kann. Chemisch weist das Tensid einen wasserfreundlichen (hydrophilen) und damit fettabstossenden «Kopf» und einen wasserfeindlichen (hydrophoben) «Schwanz» auf. Beim Waschvorgang verbindet sich der fettfreundliche Teil mit dem fetthaltigen Schmutz, währenddem der wasseranziehende Teil dafür sorgt, dass Tensid und Schmutz mit dem Wasser weggespült werden.

 

Waschalkalien (Soda oder Silikate)

Waschalkalisen steuern den pH-Wert und die Alkalität der Waschlauge. Sie bewirken eine leichte Quellung der Fasern und erhöhen damit die Waschkraft des Waschmittels. Sie verhindern ferner ein Vergilben der Wäsche. Silikate schützen die Maschine vor Korrosion.

 

Wasserenthärter

Voraussetzung für ein gutes Waschresultat ist weiches Wasser, das heisst, der im Wasser enthaltene Kalk muss in eine für Wäsche und Maschine unschädliche Form überführt werden. Der meist verwendete Enthärter ist Zeolith, der die Härtebildner des Wassers wie ein Sieb wegfängt. Daneben wird auch Citrat eingesetzt, welches die Härtebildner im Wasser in Form löslicher Komplexe bindet. In einigen Flüssigwaschmitteln dient Seife als Enthärter.